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Herausforderung Informationsgesellschaft

"Unsere Zeit ist geprägt von wachsender Mediatisierung, verbunden mit der permanenten Vervielfältigung des Wissens und der Beschleunigung der Entwicklungs- und Ent­schei­dungs­pro­zesse. Die Gesellschaft wird immer schneller immer komplexer. Entscheidungen politischer und wirtschaftlicher Art sind von einem hohen Abstraktionsgrad gekennzeichnet, während die Situation des Einzelnen von einem zunehmenden Anschauungs- und Erfahrungsverlust bestimmt wird. Information ist ein zentraler Wert dieser Gesellschaft, die deshalb auch als Informationsgesellschaft bezeichnet wird.

Für ihren Zusammenhalt ist es daher notwendig, dass Zusammenhänge deutlich gemacht werden, dass Wissen vermittelt, Verständnis erzeugt und Komplexität reduziert wird. Darin besteht die permanente Herausforderung für all diejenigen, die mit öffentlicher Kommunikation befasst sind."

Dazu zählen Journalisten und Publizisten, doch ebenso, wie ich aus meiner Berufserfahrung weiß, die PR-Praktiker und Kommunikationsmanager in Unternehmen, politischen oder sonstigen öffentlichen Institutionen, Vereinigungen und Verbänden.

Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung der Öffentlichkeit und von Entscheidungsträgern über Inhalte und Anliegen. Sie übersetzen abstrakte und komplexe Themen und machen sie so verständlich."

Beitrag des Kom­mu­ni­ka­tions­manage­ments: Information und Vermittlung

"In einer demokratischen Gesellschaft besteht eine wesentliche Aufgabe des Kom­mu­ni­ka­tions­manage­ments darin, Interessen zu artikulieren, sie der öffentlichen Meinung zum Diskurs anzubieten.

Dabei geht es um die Legitimität solcher Interessen, um Überzeugung, aber vor allem auch um Verständigung und Konsens. Kom­mu­ni­ka­tions­manage­ment gewinnt hier eine gesellschaftliche Dimension. Je stärker Organisationen unter öffentlicher Beobachtung stehen und je vielfältiger und komplexer institutionelle Ansprüche werden, desto höher werden die Anforderungen an das Berufsfeld.

Um diese Aufgabe professionell lösen zu können, bedarf es fachlich versierter wie auch reflektierter Berufsangehöriger. Der Kommunikationsdirektor von heute ist kein Appendix seiner Organisation. Er steht im Zentrum vielfältiger Kommunikations- und Informationsbeziehungen. Er ist ein Generalist, der es versteht, mit ver­schiedenen Interessen konsensorientiert umzugehen und Kommunikationsprozesse zu managen. Er muss dafür sowohl ausgewiesene Kenntnisse seines eigenen Fachgebietes besitzen als auch sicher in wirtschaftlichen oder politisch-gesellschaftlichen Kontexten agieren können."

Fundierte Ausbildung als Beitrag zur Professionalisierung des Berufsfeldes

"Eine wichtige Grundlage hierfür ist eine fundierte Ausbildung. Umfragen haben gezeigt, dass nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Praxis selbst eine stärkere und bessere Ausbildung in das Fachgebiet Kom­mu­ni­ka­tions­manage­ment wünscht.

Die Quadriga Hochschule Berlin wird hier einen Beitrag leisten können. Es ist auch ein Beitrag zur weiteren Akademisierung und Professionalisierung des Berufsfeldes. Durch ihre ausgewiesen interdisziplinäre Struktur mit mehreren Kompetenzbereichen bietet sie eine Ausbildung, die den Anforderungen an einen Kommunikationsmanager in Wirtschaft und Politik gerecht wird."


Prof. Peter Voß

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Prof. Peter Voß

Präsident Prof. Peter Voß über die Mission der Quadriga