Renate Künast
Renate Künast ist seit Oktober 2005 Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Sie ist als ordentliches Mitglied im Wahlausschuss des Deutschen Bundestags tätig. Von 2001 bis 2005 war Renate Künast Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.Renate Künast studierte Sozialarbeit an der Fachhochschule in Düsseldorf. Von 1977 bis 1979 arbeitete sie als Sozialarbeiterin in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel, speziell mit Drogenabhängigen. Später studierte sie Jura. Der Westberliner Alternativen Liste trat Renate Künast 1979 bei und hat seitdem in verschiedenen Funktionen für die Partei gearbeitet. Während der rot-grünen Koalition in Berlin in den Jahren 1989 und 1990 war sie Fraktionsvorsitzende. Nach dem Ende des rot-grünen Senats arbeitete sie weiter als Abgeordnete in der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, bis 1993. Von 1998 bis 2000 war Künast deren Vorsitzende, dazwischen fungierte sie als rechtspolitische Sprecherin. Renate Künast war von 2000 bis 2001 Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. In der anschließenden Legislaturperiode wurde sie zur Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ernannt.
Renate Künast wurde unter anderem mit der Auszeichnung "Frauenpersönlichkeit 2001" des Förderkreises Politische Rhetorik in der BRD und dem Europäischen Tierschutzpreis "Eurogroup Medal 2005" geehrt. Die Zeit bezeichnet sie als "eine Grüne der ersten Stunde", die zum "Schrecken der Agrarlobby" wurde. Als Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft konnte Renate Künast zu maßgeblichen Veränderungen in nationalen und europäischen Angelegenheiten beitragen. Dazu zählen unter anderem die EU-weite Agrarreform, die Stärkung des Verbraucherschutzes durch eine europaweite Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln und das Förderprogramm für biologische Landwirtschaft.
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